| Handwerk im Bann der Industrie Das Handwerk im Banne der Industrialisierung bringt technische Innovationen in den Werkstätten vom Bäcker, Binder, Maler, Landmaschinenmechaniker, Holzschuhmacher und Glaserer. Das Handwerk erlebte im 20. Jahrhundert einen umfassenden technischen Wandel, der durch den Einsatz verschiedener Maschinen und Motore hervorgerufen wurde. Von der Dampfmaschine zum Roboter ist der Titel des vorletzten Ausstellungsraumes im Handwerkermuseum. Obwohl Roboter viele handwerkliche Tätigkeiten durchführen, erlebt gerade unsere Zeit eine regelrechte "Renaissance des guten alten Handwerks". Besonders wohlhabende Menschen legen Wert auf handgefertigte Schuhe, solide Tischlerarbeit etc. Die hervorstechendsten Merkmale des Handwerks kommen weiterhin in der Gegenwart vor, nämlich Maß- und Einzelanfertigung bei hohem Qualitätsstandards. Wichtige Erfindungen: 1769: James Watt entwickelt die Dampfmaschine 1862: Nikolaus August Otto erfand den nach ihm benannten Ottomotor mit Vergaser für Verbrennungsgemisch und Fremdzündung 1866: Werner von Siemens erfindet das dynamo-elektrische Prinzip, das 1867 auf der Pariser Weltausstellung demonstriert wird. 1892: Rudolf Diesel erfand die nach ihm benannte Verbrennungskraftmaschine, den Dieselmotor Um 1100 brachten die Kreuzfahrer die Badesitten aus dem Orient nach Europa. Bader (balneator, stupenator) waren seit dem Hochmittelalter als selbständige Betreiber öffentlicher Badestuben bezeugt. Die Körperpflege und wundärztliche Versorgung der Bevölkerung lag vom Mittelalter an bis ins 19. Jahrhundert in den Händen der Bader und Barbiere. Der Bader rasierte Bärte, zog Zähne, ließ zur Ader, heilte Knochenbrüche. Der Besuch der Badestube war in allen Gesellschaftsschichten sehr beliebt, galt Baden doch als Vorbeugemittel gegen Aussatz. PIONIERE DES MODERNEN FRISEURGEWERBES 1872: MARCEL GRATEAU erfindet die Ondulation. Diese Marchelsche Ondulation wird in Wien 1894 von Sigmund Peßl eingeführt. 1888: Der Wiener Friseur EDUARD LISCHKA erfindet die Schnurrbartbinde. 1895: KARL LUDWIG NESSLER (Charles Nestle) erfindet die Dauerwelle im Spiralwickelsystem, die 1910 in London patentiert wird. 1924: JOSEF MAYER führt erstmals die verbesserte Dauerwellenmethode, System Flachwirkung, vor. Seit 1925 sind Kurzhaar, Dauerwell- und Wasserwellmethoden die Grundlage des modernen Damenfrisierens. 1940: In den USA wird die KALTDAUERWELLE entwickelt, die in Europa nach dem 2. Weltkrieg populär wird. Die haare werden mit Hilfe von Chemikalien bei Körpertemperatur dauergewellt. |