| Heilbad
Die Einrichtung der Badekabine: die Holzwanne stammt noch aus der Zeit, bevor man eingebaute oder Metallbadewannen verwendet hatte. In diese Holzwanne wurde jedes Mal ein Leintuch eingebreitet, damit der Badegast nicht mit dem Holz in Berührung kommen konnte. Dies war aus hygienischen Gründen notwendig. In der Mitte der Wanne war ein Hahn angebracht, der zum Einfüllen des Jodwassers diente, links und rechts waren die Warm- und Kaltwasserleitungen angebracht. Das Jodwasser wurde bis in die Fünfzigerjahre unseres Jahrhunderts in Schaffeln eingemessen (1, 2 oder 3, je nach Verschreibung des Badearztes) und in die Wanne gegossen, erst dann wurde das Warmwasser dazugeleitet, bis die vorgeschriebene Badetemperatur erreicht war. An der Wand hängt auch ein Holzbrett mit Einkerbungen, die ein Halbbad, ein Dreiviertelbad oder Ganzbad anzeigen. Dieses Brett wurde in die Wanne gestellt, um so die Vorschreibung des Arztes genau zu erfüllen. Da diese Badewannen keinen Ablauf hatten, musste das Wasser mit dem dazugehörigen Holzkrug wieder ausgeschöpft werden. |