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3. Erste Erweiterung auf 27.000 m²: Nach einer in den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts vorgenommenen Erweiterung auf rund 27.000 m² schien der Park seine endgültige Gestalt erreicht zu haben. Die noch heute bestehende, auf das relativ hohe Alter von 100 Jahren zurückblickende Pappelallee bildete von da an für lange Zeit die Grenze des Kurparks. Dies änderte sich auch nicht, als 1873 mit einer neuen Trinkhalle ein weiteres repräsentatives Zentrum des Kurlebens geschaffen wurde. So bestanden in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts keinerlei Einwände dagegen, dass private Käufer die Felder jenseits des kleinen Kurparks ankauften und also für die nächste Zeit jede Ausweitung unmöglich machten. Erst einer nach der Jahrhundertwende einsetzenden klugen Erwerbspolitik gelang es, die meisten der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gebildeten privaten Grundenklaven zu erwerben und damit die Voraussetzung für die ausgedehnten Parkanlagen zu schaffen, die der Gast Bad Halls heute nicht missen möchte. Vielleicht bildete der Weg über einzelne Privatgärten und Privatparks die Grundlage für die heute bestehende reizvolle Mannigfaltigkeit der Gesamtanlage. Privatpark Dr. Johann Rabl: 9.000 m² mit Riesenthuyen, Gingkobaum, Hängebuche Wesentliche Teile des heutigen Parks wurden um 1860 vom Kurarzt Dr. Johann Rabl (1830-1902), dem beliebten Betreuer aller berühmten Kurgäste seiner Zeit, erworben. Theophil Hansen, der bekannte Architekt der Gründerzeit, dem die Stadt Wien die Erbauung des Parlaments anvertraut hatte, lieferte die Pläne zum reizvoll intimen Bau des noch heute als „Rabl-Villa“ bezeichneten Gästehauses, Kurpromenade 2. Im weiten Umkreis um diesen Bau gestaltete Dr. Rabl eine rund 9.000 m² große Gartenanlage, der die Riesenthuyen, die mächtige Hängebuche und der alte Gingkobaum besonderen Reiz verleihen. Die gegen Südosten anschließenden Gründe des sogenannten Haller Feldes bebaute in den folgenden Jahrzehnten der Hadringer-Bauer als Pächter mit Feldfrüchten. Wie die Nachkommen Dr. Rabls berichten, begann der Professor der Histologie an der Universität Graz, Doktor Hans Rabl (1868-1936), nach dem Tode seines Vaters mit der parkmäßigen Gestaltung des heutigen Stifterparkes. Die fachmännische Hilfe durch den Professor der Botanik, Dr. Roland Grassberger, prägt sich im ungewöhnlich reichen Bestand an exotischen Laub- und Nadelbäumen und in zahlreichen seltenen Kulturformen aus. Hinter der Rablvilla wurden Rosen gepflanzt mit Hilfe des Stiftsgärtners Runkel. Jede Terrasse der Villa hatte eine Pergola, die von Glyzinien umrankt war. Das Lusthäuschen im Garten und ein Obstgarten auf der Seite der Waschküche und Holzhütte hat sich in fester Erinnerung der Nachkommen eingeprägt. |