5. Esplanade mit Kastanien und Lindenallee:
Einen der Hauptanziehungspunkte Bad Halls bildete im vergangenen Jahrhundert die 9,5 Meter breite dreizeilige Esplanade, die in einer Länge von rund 400 Meter, vom Kurhaus ausgehend, durch zwei Grünstreifen und Baumpflanzungen (Kastanien, Linden) gegliedert, das von Wiesen und Feldern gebildete Geviert bis zum Beginn des heutigen Hauserparkes umrahmte. Gäste aus allen Ländern der Donaumonarchie und des übrigen Europas promenierten hier, Jung und Alt zog plaudernd und schäkernd auf dieser Esplanade einher.
Erst vor wenigen Jahren wurden die letzten Kastanien der beiden Außenzeilen am Rande des Bellevue-Parks, alt und morsch geworden, gefällt. Auch zwischen Rabl-Villa und dem Marienhof mussten die letzten Vertreter der mittleren Lindenreihe weichen, da sie den Verlauf der neuen Kurpromenade störten.

Englischer Garten Dr. Körbl:
Ab 1889 gestaltete abermals ein Kurarzt Bad Halls, der kaiserliche Rat Dr. Karl Körbl (1847-1918), nach Erbauung des Hauses Dr. Karl-Renner-Straße 3, am Beispiel Dr. Rabls geschult, einen englischen Garten mit schönen Beständen an exotischen und einheimischen Gehölzen. 1962 wurden rund 4.000 m² dieses Parks, dessen Zentrum eine prächtige Riesenthuya bildet, vom Land Oberösterreich erworben und in die Kurparkanlage einbezogen.

Marienhof und Haus Bellevue:
An der Esplanade jedoch erbaute der Besitzer des Hotels Kaiserin Elisabeth 1892 den Marienhof als Gästehaus für die Kreise des Hochadels. Neben dem schon seit Mitte der Siebzigerjahre bestandenen Cafe Bellevue entstand wenig später das als Kinderheim eingerichtete Haus Bellevue.

Hadringerhof:
1895 kaufte das Land Oberösterreich den Hadringer Hof, einen alten Vierkanter mit großem Viehbestand, als Grundlage für die zu dieser Zeit als Ergänzung zur Jodkur besonders beliebten Molkenkuren. Mit diesem Erwerb war gleichzeitig die Voraussetzung gegeben, um auf einer rund 36.000 m² großen Grundfläche einen neuen Park, den späteren Hauserpark, zu gestalten.

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