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6. Hauserpark: Kurarzt Dr. Josef Haidenthaller (1863-1934) hat den damaligen Badeverwalter Josef Viktor Hillischer bei der später von Dipl.-Ing. Pesendorfer fortgeführten Gestaltung dieses in die freie Landschaft übergehenden Parkteils gut beraten. Wie Pesendorfer in späteren Jahren berichtete, stammt der Gedanke einer mit Sicht zum Hohen Priel verlaufenden Allee von Erzherzog Otto, dem Vater des letzten österreichischen Kaisers. Diese lange, auf Oberösterreichs zweitgrößten Berg zuführende und sein Bild in optischer Täuschung vergrößernde Allee wurde 1903 gepflanzt. Haidenthaller – Crippa – Gerstl – Parks: 1903 erbaute Kurarzt Dr. Haidenthaller die an der Esplanade liegende Villa Kurpromenade Nr. 5 und 1907 Dr. Crippa die Villa Parkstraße Nr. 2. Dr. von Gerstl errichtete 1905-1907 das Sanatorium, das 1923 mit 16.000 m² Parkfläche vom Land Oberösterreich in die Anlagen einbezogen wurde. 1918-1919 gingen das Hotel Elisabeth und der Marienhof mit ausgedehnten Parkanlagen hinter der Trinkhalle in Landesbesitz über. Erweiterungen nach dem 1. Weltkrieg: 16.000 m² - 2.400 m² Die Kastanienbestände in diesem Parkteil erinnern noch an den Gastgarten, in dem sich einst die große Welt der alten Monarchie traf. Weitere 2.400 m² Parkfläche wurden 1929 mit Cafe und Villa Bellevue durch das Land Oberösterreich erworben. In den 50er und 60er Jahren: In dieser Zeit ging man daran, die Grenzen des Parks weiter zu erstrecken und die mehr als 140.000 m² umfassenden, bisher land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen des Hadringer-Gutes in die Parkgestaltung einzubeziehen. Dort wurde in der alten Schottergrube ein Sonnenweg angelegt, dessen Bänke einen weiten Blick über das freundliche Land bieten. Auslichtungsarbeiten an den Hängen des Sulzbachtales sollen allmählich zu einem lockeren parkartigen Bestand führen. Zwischen dem naturbelassenen Auwald des Sulzbaches mit seinen prächtigen Eichengruppen und den Waldungen des Talhanges aber entsteht ein neuer Parkteil mit Gruppen heimsicher und exotischer Gehölze. 1953: 18. Juli 1953: Sturmkatastrophe „Baumriesen krachten im Bad Haller Kurpark“ „Der Bad Haller Kurpark, das 15 ha Grundfläche bedeckende Kleinod des Kurortes und gleichsam die heimliche Liebe jeden Gastes, ist am 18. Juli ds. Jahres von einer Sturmkatastrophe heimgesucht worden. Noch am Nachmittag dieses Tages konzertierte die Kurkapelle im Freien unter einem strahlend blauen Himmel. .. Dann aber setzte der Orkan mit einer in unseren Breiten kaum gekannten Gewalt ein. Da ächzten und stöhnten die Bäume des alten Parks, da brach das weitausladende Geäst der hochragenden Silberpappeln, da jaulten die breiten Kronen der Eichen-, Linden- und Buchenbestände im verzweifelten Kampf gegen die Elemente, da krachten und barsten die mächtigen Fichten und Kiefern, da sanken die Wipfel der schlanken Rotführen. Als eine halbe Stunde später das ärgste Toben vorbei war, war der große Park in weiten Teilen grausam verwüstet. Ein aus Südwesten her eingebrochener Wirbelsturm hatte eine 20 m breite Gasse in den Südostteil des alten Parks gerissen. Im Garten der Villa Rabl und im Stifterpark lagen eine Reihe der schönsten Bäume hingestreckt am Boden. Das gesamte Parkgebiet war durch niederbrechende Äste unpassierbar geworden. Das Tempelchen des alten Parks, das Generationen von Kurgästen zum Symbol des sommerlichen Ferienidylls in bad Hall geworden war, war unter der Wucht einer niederbrechenden Birke in Trümmer gegangen. Nur das Dach allein lag unversehrt am Hang des kleine Hügels, des es noch knapp vorher gekrönt hatte. Insgesamt wurden 50 der schönsten Bäume vernichtet oder schwer beschädigt.“ |