Türschlösser

Die Anfertigung eines Türschlosses durfte bis ins 19. Jahrhundert nur der Schlosser durchführen, denn ihm war das sogenannte „Feilenprivileg“ (die Verwendung von Feilen war ihm im Gegensatz zum Schmied erlaubt ) zugestanden worden.
Die ältesten Schlüssel waren der Hakenschlüssel, der schon in keltisch – germanischer Zeit Verwendung fand. Lange Zeit diente der in der Mauer verankerte Holzriegel hinter der Bauernhaustür als sichere Einbruchshilfe. Der Riegel konnte mit dem Fallschlüssel, einem eisernen schwenkbaren Eisenstab, bewegt werden.

Die Größe von Schloss und Schlüssel war beim gotischen Schloss entscheidend über die Sicherheit eines Hauses oder einer Kirche.
Reiche Ornamente und komplizierter kleinere Schlösser weisen Truhen und Türen in der Renaissance bis ins Rokoko auf.

Kastenschlösser:
Im 19. Jahrhundert wandern die Türschlösser ins Türblatt und verloren damit die Schmuckfunktion früherer Jahrhunderte.
In dieser Zeit kommt auch der „Industrieschlüssel“ auf, sowie die Erfindung von „Tossi“ („tossische Schlösser“).
Heute geht die Entwicklung zum Sicherheitsschloss und zur Schlüsselkarte.